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"Unser Chef geht in die 9b" - Schülerfirmen in ...
[Online-Version der gleichnamigen Print-Publikation der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung] [Druck-Version]
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Anhang
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Die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung
Im Mai 1994 wurde unter Vorsitz der Präsidentin des Deutschen Bundestages, Frau Professor Rita Süssmuth, die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung gegründet - als eine Reaktion auf die unbefriedigende Situation von Kindern und Jugendlichen in un-serem Land und als Herausforderung an alle gesellschaftlichen Kräfte, die Verant-wortung für die Zukunft unserer Kinder und Jugendlichen übernehmen wollen. Die Gründung geht auf eine Initiative der International Youth Foundation zurück, die in verschiedenen Ländern der Welt Stiftungen und Sponsoren anregen will, sich stärker für Probleme von Kindern und Jugendlichen zu engagieren. Die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung ist Teil dieses internationalen Netzes.
Ziele
Anliegen der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung ist es, eine "Gemeinschafts-aktion für Jugend und Zukunft" zu initiieren, um im gemeinsamen Bemühen von öffentlicher und privater Seite die Bedingungen für Kinder und Jugendliche insbesondere in den neuen Bundesländern zu verbessern.
Ziel ist es, in den einzelnen Ländern erfolgreiche Projekte zu identifizieren und sowohl im privaten als auch öffentlichen Bereich Mittel für ihre Verbreitung zu sammeln. Nicht nur durch Projektarbeit ist die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung tätig, sondern auch durch Veranstaltungen zur Diagnose von Problemen, durch die Entwicklung von Lösungen und Erkundung von Interventionsmöglichkeiten. Auf unterschiedliche Weise will die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung die Sensibilisierung der Öffentlichkeit für Probleme von Kindern und Jugendlichen forcieren und Unterstützung für diese Arbeit gewinnen.
Zum ersten Mal arbeiten verschiedene große Stiftungen, Unternehmen und die öffentliche Hand an einer gemeinsamen Themenstellung, so daß sowohl Fachkompetenz als auch die finanziellen Ressourcen gebündelt werden können.
Struktur
Gründungsmitglieder und Gesellschafter:
- Prof. Dr. Rita Süssmuth, Präsidentin des Deutschen Bundestages, Vorsitzende der Gesellschafterversammlung
- Prof. Dr. Kurt Biedenkopf, Ministerpräsident des Freistaates Sachsen
- Eberhard Diepgen, Regierender Bürgermeister des Landes Berlin
- Hermann Freudenberg, Kuratoriumsvorsitzender der Freudenberg Stiftung, Vorsitzender des Gesellschafterausschusses der Firma Freudenberg & Co
- Dr. Karl Gutbrod, Kuratoriumsvorsitzender der Robert Bosch Stiftung
- Claus J. Jacobs, Vorsitzender der Johann Jacobs Stiftung, Zürich, Vorsitzender der Claus J. Jacobs Holding AG
- Matthias Kleinert, Mercedes Benz AG
- Dr. Florian Langenscheidt, Langenscheidt KG
- Rick Little, Generalsekretär der International Youth Foundation
- Dr. Manfred Stolpe, Ministerpräsident des Landes Brandenburg
- Hubert Schulte-Kemper, Essener Hypo-Bank
- Andrzej Szczypiorski, Schriftsteller, Vorsitzender der Polnischen Kinder- und Jugendstiftung
- Ulrich Voswinckel, Kuratoriumsvorsitzender der Körber Stiftung
- Jürgen Wegner, Unternehmer IPV Dresden
Der Beirat
Der Beirat berät die Geschäftsführung fachpolitisch in allen Belangen und unterstützt sie bei der Entwicklung von Förderstrategien. Seine Kompetenzen werden für die Entwicklung und Evaluation von Programmen sowie für die Projektumsetzung genutzt.
- Prof. Uta Meier, Vorsitzende des Beirates, Justus-Liebig-Universität Gießen,
- Prof. Lothar Bönisch, Technische Universität Dresden
- Prof. Dr. Peter Fauser, Friedrich-Schiller-Universität Jena
- Dr. Jan Hofmann, Pädagogisches Landesinstitut Brandenburg
- Anetta Kahane, Regionale Arbeitsstelle für Ausländerfragen, Berlin
- Heribert Mörsberger, Deutscher Caritasverband, Arbeitsgemeinschaft für Jugendhilfe(AGJ)
- Dr. Margret Müller, Verein für Kommunalwissenschaften, Berlin
- Prof. Dr.Ingo Richter, Deutsches Jugendinstitut München
Geschäftsführung
Dr. Heike Kahl, Schumannstr. 5, 10117 Berlin
Förderkriterien
Gemeinsam mit der International Youth Foundation wurden folgende Kriterien zur Programmförderung entwickelt:
01. Das Programm dient in erster Linie jungen Menschen zwischen 6 und 20 Jahren.
02. Es konzentriert sich auf Prävention und Frühintervention.
03. Es fördert:
- Kompetenz: Es unterstützt die Entwicklung praktischer Fertigkeiten, die der Lebensqualität dienen und sie verbessern (allgemeinbildend, beruflich, zwischenmenschlich) usw.).
- Beziehungen: Es entwickelt Anteilnahme und Fürsorge in zwischen- menschlichen Beziehungen mit Gleichaltrigen, Älteren und der Gemeinschaft.
- Charakter: Es fördert Verantwortungsgefühl, Gemeinschaftsdienst, Führungsqualitäten und ein Interesse an Gleichberechtigung, Ehrlichkeit und Integrität.
- Selbstvertrauen: Es baut Selbstvertrauen und Selbstachtung auf.
04. Es bietet alters- und entwicklungsangemessene Aktivitäten an.
05. Es bindet die Kommunen in die Programmarbeit ein.
06. Es ist kulturell relevant und entspricht Gemeinschaftsbedürfnissen.
07. Es enthält Elemente, die auf andere Zusammenhänge angemessen übertragen werden können.
08. Es enthält Anzeichen für Erfolg bei der Befriedigung jugendlicher Bedürfnisse und bei der Förderung wünschenswerter Veränderungen der Familien- oder Gemein-schaftspraktiken, die sich auf Jugendliche beziehen.
09. Es kann potentiell einer signifikanten Zahl von Kindern und Jugendlichen zugute kommen.
10. Die zur Erreichung der Ziele des Programms eingesetzten Mittel sichern ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
11. Es bezieht die Familie, den Familienkreis und/oder wichtige Erwachsene mit ein.
12. Es enthält ein Schulungs- und Unterstützungsprogramm für das Programmpersonal und andere Mitwirkende.
13. Es enthält Kontroll-, Bewertungs- und Informationsrückkopplungselemente.
14. Es beteiligt Jugendliche an der Planung, Verwirklichung, Bewertung und Verbreitung des Programms.
15. Es enthält einen realisierbaren Plan, sich später selbst zu finanzieren.
16. Es ist abgestimmt mit anderen Kinder- und Jugendorganisationen.
17. Es zeigt organisatorische Leistungsfähigkeit in finanzieller und technischer Hinsicht sowie in Bezug auf sein Management.
Projektleitung des Modellversuchs:
"Erziehung zu Eigeninitiative und Unternehmensgeist":
Dr. Antje Finke
Sächsische Arbeitsstelle für Schule und Jugendhilfe
Hohenthalplatz 2a
01067 Dresden
Telefon und Fax: 0351-4906867
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